Im Studium reich werden

Wann ist man reich?

Auf diese Frage gibt es keine richtige oder falsche Antwort. Je nachdem wen Du frägst erhältst Du Antworten von 10.000€, einer Millionen Euro bis hin zu philosophischen Ansichten, dass Geld allein nicht glücklich macht und das wahre Vermögen in den Beziehungen zu Familie, Freunden und sich selbst liegt.

Für mich persönlich ist es eine Definition der beiden Ansichten zusammen – man ist reich, wenn man einen guten finanziellen Puffer hat und sich auch einiges leisten kann ohne dabei jeden Cent umdrehen zu müssen aber auch genügend Zeit für die Familie, Freunde und seine eigenen Interessen hat. Denn was zählt am Lebensende? Dass man viele imaginäre Zahlen auf einem Onlinezugang akkumuliert hat oder ein erfülltes Dasein in dem man die Früchte seiner Arbeit auch genießen konnte?

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Wie baut man grundsätzlich ein Vermögen auf?

Wenn wir als Vermögen rein die monetäre Seite betrachten, dann zielen wir darauf ab das verfügbare Geld zu maximieren. Das Grundprinzip hierfür ist recht einfach: Ausgaben minimieren und Einnahmen maximieren. Dadurch erhältst Du eine monatliche Spar- und später auch Investitionsquote. Dabei ist der erste Schritt ist auch gleich der wichtigste, nämlich die monatlichen Einnahmen und Ausgaben herauszufinden. Zusätzlich solltest Du dein verfügbares Vermögen und deine Schulden gegenüberstellen. Der nächste Schritt ist es Schulden abzubauen und den Überschuss an monatlichen Einnahmen gegenüber den Ausgaben zu erhöhen. Sobald Du eine Notreserve (in der Regel spricht man von 2-3 Monatsnettogehältern) aufgebaut hast kannst Du dein Kapital investieren und darauf hoffen, dass es sich noch weiter vermehrt und Du von den Zinseszinseffekten und Dividenden profitierst wodurch dein monatlicher Überschuss noch größer wird und Du wieder mehr investieren kannst und so weiter. Du merkst wohin das führt!

Für mich sind 250.000€ eine Art magische Grenze, denn sobald Du 250.000€ bei durchschnittlich 5% Dividendenrendite in ETFs angelegt hast, dann könntest Du, theoretisch, mit ungefähr 1.000€ im Monat (vor Steuern) als zusätzliches Einkommen rechnen. Mehr dazu habe ich dir in den Beiträgen wiederkehrende Kosten, aktiv Geld verdienen, Investieren im Studium und passives Einkommen beschrieben.

Tag für Tag ein bisschen reicher

Wo stehst Du gerade? Bevor du deine Finanzen in die Hand nimmst, solltest Du dir zuerst über deinen Plan für die kommenden Jahre bewusst werden. Hast Du noch einige Semester Studium offen, ein Auslandssemester, eine Weltreise oder hast Du schon eine Zusage für eine Einstiegsposition? Benötigst Du dein Erspartes in den nächsten Jahren, kannst Du es auch langfristig investieren ohne darauf zurückgreifen zu müssen oder hast Du gerade noch Schulden?

Schulden abbauen Wenn Du monatliche Zinszahlungen für Konsumkredite hast, dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt für dich diese schnellstmöglich abzubezahlen und dir zu überlegen, ob Du auf einen günstigeren Kredit über Verivox* umschulden kannst um zu hohe Zinsen zu vermeiden. Denn sobald sich Kredite anhäufen können die Zinsen sich schnell auftürmen und die Zinsen werden immer höher, da die ausstehenden Raten ebenfalls verzinst werden – eine sehr gefährliche Situation, die schon einige Menschen in die Privatinsolvenz getrieben hat! Du möchtest ja den Zinseszinseffekt für dich und nicht gegen dich nutzen 🙂

Sparquote Einer der Kernpunkte, die Du aus diesem Beitrag mitnehmen solltest, ist eine monatliche Sparquote, sofern Du die Möglichkeit hast Geld zu verdienen. Durch das monatliche Ansparen schaffst Du dir das notwendige Polster um unvorhergesehene Ausgaben zu decken, langersehnte Träume zu leben oder dein Kapital zu investieren. Da ich gerade über ein Einkommen verfüge bespare ich monatlich, als eine Art Zwangssparen, einen festen Teil meines Einkommens in einige ETFs. Bei dem Anbieter TradeRepublic* zahlst Du, Stand heute, sogar keine Gebühren auf den monatlichen Sparplan!

Erfahrungen machen Das ganze Thema Finanzen war für mich sehr undurchdringlich und so richtig hat es sich mir auch erst erschlossen als ich selbst meine ersten Erfahrungen gemacht hatte. Dabei solltest Du definitiv mit Geld starten, welches Du gerade nicht benötigst. Um beispielsweise möglichst günstig in das Thema Aktien und ETFs einzusteigen bietet sich die App TradeRepublic* an – der große Vorteil ist eine Transaktionsgebühr von 1€, zum Vergleich zahlt man bei anderen Brokern 5-10€. Auch führt die Bank die ggf. anfallende Kapitalertragssteuer direkt ab und Du musst dich nicht extra darum kümmern. Dadurch kann man gut mal mit 100€ starten und sehen wohin die Reise geht. Für Österreicher*innen kann ich den Broker Flatex* empfehlen, da dieser die österreichische Kapitalertragssteuer direkt an das österreichische Finanzamt abführt.

Kopiere Experten Das soll definitiv nicht heißen blind Finanzprodukte zu kaufen, die jemand auf seinem YouTube Kanal vorstellt wie „die nächste Alternative zu Bitcoin“ oder wenn ein Redditforum eine gewisse Aktie anpreist (Stichwort GameStop). Vielmehr soll es dich dazu motivieren die Strategien der wirklich finanziell erfolgreichen Menschen unserer Zeit wie Warren Buffet zu kopieren. Dazu haben Benjamin Graham oder Phil Town die Investmenstrategien sehr verständlich in den Büchern „The Intelligent Investor*“ und „Rule 1 Investing*“ aufbereitet – ein klares Muss für jeden, der dafür interessiert seine Finanzielle Intelligenz zu erweitern! 🙂

 

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