Passives Einkommen

Was ist ein passives Einkommen?

Um das Konzept des passiven Einkommens besser zu verstehen, sollten wir noch einmal auf das aktive Einkommen eingehen. Dies ist ein klassisches Angestelltenverhältnis in dem Zeit für Geld getauscht wird, das heißt je mehr Du arbeitest, desto mehr Geld verdienst Du. 

Passives Einkommen hingegen bedeutet, dass Du auch Geld verdienst, wenn Du nicht gerade dafür arbeitest. Dazu zählen unter anderem Werbeeinnahmen, Affiliate Boni, Zinsen und Dividenden von Aktieninvestments oder ETFs. Dafür musst Du allerdings in Vorleistung treten, denn ein passiver Einkommensstrom fällt nicht einfach vom Himmel, sondern muss erst einmal aufgebaut werden. Wenn dieser allerdings einmal steht kannst Du dich über konstante Einnahmen freuen.

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Was macht ein passives Einkommen so wertvoll?

Dazu sollten wir uns nochmal das aktive Einkommen als Tausch von Zeit gegen Geld ansehen. Das heißt, desto mehr Zeit Du gibst, desto mehr Geld verdienst Du. Das hat zum einen physikalische Grenzen, denn mehr als 24 Stunden am Tag kann man auch nicht arbeiten und zum anderen hat die Zahlungsbereitschaft deines Arbeitgebers irgendwann Grenzen. Leider versuchen Unternehmen fortlaufend Personalkosten zu minimieren und es wird auch niemand proaktiv mit einer Gehaltserhöhung auf dich zukommen. Auch wählen wir heutzutage oftmals den Beruf, der besser bezahlt ist aber der uns vielleicht weniger Freude bereitet. Das ganze Thema rund um passives Einkommen ist auch super aufgearbeitet, mit einer hands-on Anleitung, im Buch The 4 Hour Work Week*!

Angenommen Du hast monatlich 1.000€ extra zur Verfügung, dann öffnet dir das zahlreiche Möglichkeiten. Du kannst also freier entscheiden welchen Beruf Du wählen möchtest, wie viele Stunden Du die Woche arbeitest und in einigen Fällen sogar wo Du leben möchtest. Denn für 1.000€ pro Monat kommst Du in einigen asiatischen Ländern schon relativ weit! Alternativ kannst Du auch das zusätzliche Geld investieren um noch mehr in den kommenden Monaten zur Verfügung zu haben. Wenn Du beispielsweise die 1.000€ jeden Monat in eine Aktie mit 5% Dividendenrendite (ja die gibt es und während dem Crash von 2020 waren die so günstig, dass ich die zu 15% Dividendenrendite einkaufen konnte) investierst, dann erhältst Du wahrscheinlich 600€ extra im kommenden Jahr. Das Jahr darauf hast Du dann wahrscheinlich noch mehr Kapital zur Verfügung und so weiter – es baut sich also irgendwann fast von allein auf! ETFs und Aktien sind natürlich mit Risiko behaftet und Du solltest dich schon informieren was Du tust. Dazu empfehle ich dir das Buch Rule 1 Investing* von Phil Town und den zeitlosen Klassiker von Benjamin Graham The Intelligent Investor*.

Kurz zusammengefasst ist ein passives Einkommen ein Weg sich finanziell unabhängig zu machen und seine Träume zu verwirklichen ohne auf die Gnade eines 9to5 Jobs angewiesen zu sein.

Machbare Ideen für ein passives Einkommen

Voraussetzung: Skalierbar Dein passives Einkommen muss skalierbar sein sonst wird es wieder ein aktives Einkommen. Das heißt Du musst nicht mehr Zeit aufwenden, wenn deine Umsätze steigen. Derart skalierbar kann entweder ein digitales Produkt sein, Drop-Shipping bei Amazon, eine Affiliate-Marketing Seite, ein YouTube Channel, Zinsen aus Peer2Peer Krediten, Dividenden oder sogar ein selbstgeschriebenes Buch.

Affiliate-Marketing Eine einfache jedoch sehr skalierbare Einkommensquelle ist das Affiliate Marketing. Dabei stellst Du auf einer Website verschieden Produkte oder Dienstleistungen vor, vergleichst diese, schreibst Erfahrungsberichte und erhältst einen prozentualen Anteil des Umsatzes wenn das Produkt über deine Links gekauft wird. Da es schon einige dieser Seiten gibt empfehle ich dir ein Thema zu wählen, welches dir sehr viel Freude bereitet und eine ganz spezielle Nische abdeckt. Das kann alles sein vom Fliegenfischen, Tourenskireparatur bis hin zu Ferienwohnungen in Griechenland. Für deine Website brauchst Du nicht viel außer einer Idee und eine freie Domain. Das Hosting geht ganz unkompliziert über SiteGround* – hier hast Du sogar schon WordPress dabei und kannst ganz einfach dein passives Einkommen aufbauen.

YouTube Channel Ich selbst bin kein großer Fan davon mich vor der Kamera zu zeigen, allerdings kann es sich echt lohnen, denn YouTuber verdienen ab einer gewissen Followerzahl ziemlich viel Geld mit Werbeeinnahmen und Provisionen für Produktvorstellungen. Allerdings ist es auch etwas aufwändiger regelmäßig aktuellen Content zu produzieren, die Videos aufzunehmen und zu schneiden.

Dividenden Eine sehr elegante Form des passiven Einkommens sind Dividenden aus Aktien und ETFs. Im Idealfall kaufst Du die Titel, hältst diese über einen längeren Zeitraum und erfreust dich über eine konstante Einkommensquelle. Der einzige Haken an der Geschichte ist, dass Du dazu ein beachtliches finanzielles Polster benötigst. Wenn Du von durchschnittlich 5% Dividendenrendite ausgehst, dann würdest Du 250.000€ investieren müssen um mit 1.000€ (vor Steuern) im Monat rechnen zu können. Deine ersten Erfahrungen solltest Du auf Plattformen wie TradeRepublic* machen, da Du hier einen kostenlosen Sparplan auf ETFs einrichten kannst und nur 1€ je aktiver Order bezahlst. Das heißt hier kannst Du auch schon mit ein paar Euro im Monat ein ETF-Portfolio aufbauen und die Bank führt automatisch die über den hinterlegten Freibetrag anfallenden Kaptialertragssteuern an das deutsche Finanzamt ab – also ganz easy. Als Österreicher*in solltest Du aber lieber einen österreichischen Broker wie Flatex* nutzen, da diese die österreichische Kapitalertragssteuer direkt abführen.

Skalierbare Produkte Der Vollständigkeitshalber würde ich noch das Thema von eigenen Produkten aufnehmen. Dabei bevorzuge ich persönlich die wirklich skalierbaren Produkte wie ein Buch zu schreiben, ein Softwareprodukt zu bauen (z.B. ein WordPress Theme o.ä.) oder Online Kurse zu Themen in denen Du dich als wirklichen Experten ansiehst (z.B. auf Udemy*). Für andere ist ein Amazon-Business oder Coaching auch ein passives Einkommen, was mir allerdings gegen die grundlegende Definition von passiv verstößt. Beim Coaching musst Du auch mehr Zeit für mehr Clienten investieren und das Amazon-Business ist für mich persönlich nicht so dermaßen automatisierbar, dass ich damit weniger als 4 Stunden in der Woche beschäftigen müsste.

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