Finanzielle Intelligenz

Was ist finanzielle Intelligenz?

Finanzielle Intelligenz wird dir nicht in der Schule, an der Uni oder sonst in jungen Jahren beigebracht. Es ist ein Verständnis wie Du mit deinen vorhandenen Mitteln gut auskommen kannst, deine Ressourcen optimal nutzt und dir eine finanzielle Unabhängigkeit aufbaust. Wahrscheinlich wird dir das erst nach deinem Studium gelingen, da für mich das Studium wie eine unbezahlte Arbeit anzusehen ist, d.h. Du musst viel Zeit pro Woche aufwenden, bekommst in der Regel allerdings kein festes Einkommen.

Nichtsdestotrotz ist es eine wichtige Fähigkeit, die es lohnt früh aufzubauen. Denn es macht einen großen Unterschied ob Du beispielsweise schuldenfrei ins Berufsleben startest oder die ersten Jahre damit beschäftigt bist Schulden abzubezahlen. Denn Schulden können sich schnell aufhäufen und mit Zinsen und Zinseszinsen ein großes Loch in deine Finanzen fressen.

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Was bedeutet es finanzielle Intelligenz aufzubauen?

Finanzielle Intelligenz aufzubauen heißt den Zusammenhang von Einnahmen und Ausgaben, von Zinsen und Zinseszinsen und Cashflow zu verstehen und auszunutzen. Dafür ein kleines Beispiel, wenn Du im Monat 50€ mehr beiseitelegen kannst, dann sind das 600€ im Jahr. Wenn Du diese 600€ zu durchschnittlich 5% anlegst, was dem Durchschnitt der jährlichen zu erwartenden Rendite am Kapitalmarkt (z.B. MSCI World ETF) entspricht, dann machst Du daraus 630€ im ersten Jahr. Durch den Zinseszinseffekt steigerst Du den Wert im zweiten Jahr nicht nur um 30€, sondern die bereits erhaltenen 30€ werden ebenfalls zu 5% eingerechnet und Du kommst auf 661.50€. Rein mathematisch würdest Du in 10 Jahren bei knapp 1.000€ stehen. Und dabei sind die 600€ der nächsten Jahre noch nicht eingerechnet. Und das alles startet mit 50€ im Monat!

Mir hat das Buch Finanzielle Intelligenz von Niclas Lahmer* sehr geholfen diese Zusammenhänge zu sehen und meinen Finanzen die Aufmerksamkeit zu widmen, die sie benötigen. Eine seiner Kernaussagen ist es sich zuerst über die Differenz der monatlichen Einnahmen und Ausgaben klar zu werden und somit eine monatliche Spar- oder Schuldenrate zu erkennen. Dabei spielt die Budgetierung des zur Verfügung stehenden Einkommens eine entscheidende Rolle. Davon soll ungefähr die eine Hälfte für notwendige Ausgaben wie Miete, Lebensmittel etc. ausgegeben werden, die andere Hälfte soll ungefähr zu gleichen Teilen für Langzeitersparnisse, Bildung, Spenden, Spaß und ein passives Einkommen verwendet werden.

Tipps und Empfehlungen

Wo stehst Du gerade? Bevor du deine Finanzen in die Hand nimmst, solltest Du dir zuerst über deinen Plan für die kommenden Jahre bewusst werden. Hast Du noch einige Semester Studium offen, ein Auslandssemester, eine Weltreise oder hast Du schon eine Zusage für eine Einstiegsposition? Benötigst Du dein Erspartes in den nächsten Jahren oder kannst Du es auch langfristig investieren ohne darauf zurückgreifen zu müssen?

Sparquote Einer der Kernpunkte, die Du aus diesem Beitrag mitnehmen solltest, ist eine monatliche Sparquote, sofern Du die Möglichkeit hast Geld zu verdienen. Durch das monatliche Ansparen schaffst Du dir das notwendige Polster um unvorhergesehene Ausgaben zu decken, langersehnte Träume zu leben oder dein Kapital zu investieren. Da ich gerade über ein Einkommen verfüge bespare ich monatlich, als eine Art Zwangssparen, einen festen Teil meines Einkommens in einige ETFs. Bei dem Anbieter TradeRepublic* zahlst Du, Stand heute, sogar keine Gebühren auf den monatlichen Sparplan!

Kredite und Zinsen Wenn Du monatliche Zinszahlungen für Konsumkredite hast, dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt für dich diese schnellstmöglich abzubezahlen. Denn sobald sich Kredite anhäufen können die Zinsen sich schnell auftürmen und die Zinsen werden immer höher, da die ausstehenden Raten ebenfalls verzinst werden – eine sehr gefährliche Situation, die schon einige Menschen in die Privatinsolvenz getrieben hat! Solltest Du gerade einen Kredit abzahlen, dann solltest Du unbedingt prüfen, ob Du z.B. über Verivox* günstigere Konditionen bekommen kannst um so den Kredit schneller und günstiger abzubezahlen!

Erfahrungen machen Das ganze Thema Finanzen war für mich sehr undurchdringlich und so richtig hat es sich mir auch erst erschlossen als ich selbst meine ersten Erfahrungen gemacht hatte. Dabei solltest Du definitiv mit Geld starten, welches Du gerade nicht benötigst. Um beispielsweise möglichst günstig in das Thema Aktien und ETFs einzusteigen bietet sich die App TradeRepublic* an – der große Vorteil ist eine Transaktionsgebühr von 1€, zum Vergleich zahlt man bei anderen Brokern 5-10€. Dadurch kann man gut mal mit 100€ starten und sehen wohin die Reise geht.

Kopiere Experten Das soll definitiv nicht heißen blind Finanzprodukte zu kaufen, die jemand auf seinem YouTube Kanal vorstellt wie „die nächste Alternative zu Bitcoin“ oder wenn ein Redditforum eine gewisse Aktie anpreist (Stichwort GameStop). Vielmehr soll es dich dazu motivieren die Strategien der wirklich finanziell erfolgreichen Menschen unserer Zeit wie Warren Buffet zu kopieren. Dazu haben Benjamin Graham oder Phil Town die Investmenstrategien sehr verständlich in den Büchern „The Intelligent Investor*“ und „Rule 1 Investing* “ aufbereitet – ein klares Muss für jeden, der dafür interessiert seine Finanzielle Intelligenz zu erweitern! 🙂

 

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