Wie Du das Beste aus deinem Semester machst!

Deine Ziele bestimmen Dein Semester

In einem Semester kann man vieles oder nichts erreichen. Was Du also mit der Zeit anfängst bleibt deine Verantwortung. Für einige ist es genug die 30 ECTS zu bestehen und das Leben zu leben, für andere mit ambitionierten Karriereplänen suchen noch eine Werkstudentenstelle oder ein Praktikum für die Semesterferien. Wofür auch Du dich entscheidest, mache dir klar warum Du studierst und was Du aus dem Studium gewinnen willst. 

Beispielsweise hat sich ein guter Freund von mir voll und ganz auf das Jura-Studium konzentriert und sich seinen Traum als Staatsanwalt erfüllt. Dazu hat er sich voll und ganz auf das Studium konzentriert und alle Ablenkungen wie Auslandssemester oder Nebenjobs ignoriert. Für mich war es wichtig eine breite Wissensbasis zu erhalten und interkulturelle Kompetenzen aufzubauen, daher habe ich mich darauf fokussiert. Was ist dir wichtig?

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Welche Ziele und Möglichkeiten hast Du für dein Semester?

Bevor Du dir deine Ziele für das Semester legst solltest Du dir klar werden was eigentlich alles in einem Semester möglich ist! Klar solltest Du auch nicht alles im 1. Semester überstürzen, hier geht es vor allem darum an der Uni anzukommen, einen Freundeskreis zu finden und die ersten Klausuren zu überstehen! Sobald Du dich aber an deiner Uni eingelebt hast kannst Du auch mehr als nur ECTS Punkte für das Semester einplanen.

Grundsätzlich kannst Du dir das Semester sehr frei einteilen. Du kannst studieren und dein Leben leben, dich schon während des Semesters optimal auf die Klausuren vorbereiten, als Werkstudent*in oder Tutor arbeiten oder durch die Welt reisen und nur zu den Klausuren zurückkommen. Hier habe ich schon alles gesehen, ein Kommilitone war Animateur auf einem Kreuzfahrtschiff während des Semesters aber auch ein kompletter Überflieger, ein anderer war sehr in der Fachschaft engagiert und ich habe die Zeit genutzt um in einer studentischen Unternehmensberatung und als Tutor zu arbeiten. Denn mein Ziel war es mir das Studium zu finanzieren und meine Chancen auf ein Auslandssemester zu erhöhen.

Dazu solltest Du dir im Klaren sein, was dein Ziel des Studiums ist. Studierst Du damit Du studiert hast oder verfolgst Du einen Plan um einen bestimmten Karrierepfad einzuschlagen? Möchtest Du möglichst gute Noten, eine anspruchsvolle Karriere oder möchtest Du einen alternativen Weg einschlagen? Davon solltest Du deine Ziele für das Semester ableiten und fokussiert darauf hinarbeiten.

Klausurenphase

Glücklicherweise sind Noten nicht alles! Aber gute Noten sind eine grundlegende Notwendigkeit um die ersten guten Praktikumspositionen zu bekommen, einen guten Platz im Auslandssemester zu erhalten und letztlich für die Bewerbung für die erste Festanstellung. Daher solltest Du auf jeden Fall einen Fokus auf eine erfolgreiche Klausurenphase legen. Dazu hat sich für mich folgendes bewährt:

Rechtzeitig anfangen: Eigentlich ein No-Brainer, aber jedes Semester fängt ein Teil der Studenten einfach viel zu spät mit dem Lernen an. Das zieht dann Nachtschichten, Stress und manchmal eine große Portion Verzweiflung nach sich. Daher solltest Du lernen einzuschätzen wie lange Du für die jeweiligen Inhalte brauchst um fit für die Klausur zu werden oder wie viel Arbeit die Hausarbeit für dich werden wird.

Mindset: Mach dir bewusst: „Es ist nicht so schlimm und es ist nur so viel Stress, wie Du dir selbst Stress machst“. Andere sind auch in der gleichen Situation und letztlich wird dich nur eine gute und disziplinierte Vorbereitung durch die Klausurenphase bringen.

Übungsblätter und Altklausuren: Für viele Vorlesungen gibt es Übungen, Tutorien und Altklausuren. Für mich ist das ist eine der besten Methoden sich den Stoff zu verinnerlichen und mich auf die Klausur vorzubereiten. Vor allem wenn der Prof auch die Altklausur gestellt hatte, denn manchmal können sich Konzepte und Aufgaben doch sehr stark ähneln.

Studiengruppen: Vor allem in Fächern, in denen es nicht ums Auswendiglernen geht sondern um das Verstehen der Themen wie in Mathe, Physik, VWL kann es Sinn machen mit einigen Freunden zusammen zu lernen. Wichtig hierbei ist, dass alle am gleichen Strang ziehen und sich einige wenige nicht auf den Leistungen der Gruppe ausruhen. Mit einer guten Gruppe kommst Du echt weit, während eine schlechte Gruppe dich stark ausbremsen kann. Wenn Du das Gefühl hast, dass dich deine Kommiliton*innen zurückhalten, dann solltest Du definitiv vorwiegend für dich lernen.

Zuhause lernen: Daheim zu lernen hat einige Vorteile, wenn Du diszipliniert genug bist und nicht zum dritten mal den Boden wischst oder die neue Staffel auf Netflix durschauen musst. Zum einen sparst Du dir die Wegzeiten von dir an die Bib und zurück. Das sind bei 30 Minuten einfacher Fahrt gleich mal eine Stunde am Tag, die Du für Sport, Essen oder eine Pause verwenden kannst. Zum anderen hast Du zuhause alles was Du zum Lernen brauchst und kannst schneller zwischen Lernen und Pause wechseln ohne dir einen neuen Platz suchen zu müssen. Das Treffen mit den Freunden würde ich ggf. eher auf den Abend verschieben, weil ab 20 Uhr bleibt nach einem ganzen Lerntag nur schwer was hängen.

Semesterferien

Ähnlich wie für das Semester kannst Du dir überlegen, was Du in den Semesterferien erreichen möchtest. In den Urlaub fahren, ein Praktikum machen oder legt dir die Uni Klausuren in die Semesterferien? Je nachdem wieviel Zeit Du hast und was deine Ziele für das Studium sind hast Du eine Vielfalt an Optionen. Grundsätzlich würde ich dir auf jeden Fall empfehlen das ein oder andere mal ein Praktikum zu machen um erste Berufserfahrung zu sammeln und somit die Einstiegschancen nach deinem Studium zu verbessern. Allerdings solltest Du dich auch nicht nur überarbeiten und dir auch mal Gedanken zu einem Urlaub machen. 

Vor allem in Kombination mit einem Auslandssemester können die Semesterferien dir die benötigte Freizeit liefern um vor und nach deinem Aufenthalt noch möglichst viel zu reisen. Dazu habe ich dir meine Erfahrungen aus zwei Auslandssemestern in Australien und Taiwan hier zusammengefasst.

Wie ich meine Klausurenphasen bestanden habe

Für mich ist es eine Sache die Klausuren zu bestehen und eine andere die Klausuren gut zu bestehen. Daher war mir seit dem ersten Semester wichtig mich gut auf die jeweiligen Fächer vorzubereiten. Ja vielleicht fällt es mir etwas einfacher auf naturwissenschaftliche Fächer wie Mathe zu lernen, dafür bin ich mir meiner Schwächen für das Auswendiglernen von BWL Fächern bewusst. So konnte ich die Workload ganz gut verteilen, indem ich Fächer, die mir sehr gut liegen, anderen Fächern in meiner Vorbereitung bewusst fokussiert habe. Denn für ich gab es die Möglichkeit nicht bestandene Klausuren am Ende der Semesterferien nachzuholen, weshalb ich mir auch einen Teil des psychischen Drucks nehmen konnte. 

Klar ist es eine ganz andere Situation, wenn Du ein Jahr lang auf dein Jura Staatsexamen lernst. Aber dann wäre dieser Blog auch nicht der richtige für dich, weil ich faktisch keine Tipps für das Auswendiglernen bieten kann 🙂 Für mich geht es immer um das Verstehen der Vorlesungsinhalte… warum ist das so und so und nicht anders? Dann bleibt für mich am meisten hängen und bin auch gut auf die Transferaufgaben vorbereitet, die den Unterschied zwischen einer sehr guten und einer guten Benotung machen.

Auch habe ich nicht 24 Stunden 7 Tage die Woche gelernt. Mir war immer wichtig genügend Zeit zur Erholung, Sport und gutes gesundes Essen (sehr wichtig!) einplanen zu können. Daher sieht für mich ein klassischer Lerntag vor den Klausuren so aus:

  • Um 8 Uhr morgens aufstehen & Frühstück, da ich gemerkt habe, dass ich durch das Ausschlafen tagsüber besser lernen kann.
  • Drei Lernintervalle á 45 Minuten Lernen und 15 Minuten Pause 
  • Eine bis zwei Stunden Mittagessen
  • Zwei Lernintervalle 
  • Eine Stunde Sport, Yoga oder Spazieren gehen
  • Zwei Lernintervalle
  • Abendessen mit der WG oder Freunden

Es sieht nicht nach viel aus, ist aber sehr effektiv. Vor allem die Pausen und Unterbrechungen für den Sport helfen mir mich zu sammeln und auf die wichtigen Aufgaben zu konzentrieren. Weil irgendwann geht einfach nichts mehr in den Kopf, also warum nicht eine Pause einlegen und frisch weitermachen? Leider gibt es keine Geheimtipps für die Klausurenphase außer gute Vorbereitung und ein hohes Maß an Selbstdisziplin.

Viel Erfolg bei deinen nächsten Prüfungen!

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