Was ist ein Freemover?

Freemover kurz erklärt

Als Freemover bist Du selbst für dein Auslandssemester verantwortlich. Das heißt Du kannst entweder direkt deine Wunschunis anschreiben ob es die Möglichkeit gäbe für ein Semester dort zu studieren oder Du meldest dich bei einem passenden Freemover Programm an. Ein großer Vorteil ist, dass Du eine freiere Wahl an Unis hast und dich nicht auf streng begrenzte Plätze bewerben musst. Allerdings geht ein Auslandsseemster als Freemover mit einer geringeren Auswahl an Förderfähigkeiten und meist ohne die Möglichkeit auf reduzierte Studienkosten im Ausland einher. Hört sich erstmal nicht schlimm an, allerdings kannst Du in den USA, Kanada oder Australien schnell mit mehreren tausend Euro nur an Studiengebühren rechnen!

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Worin unterscheidet sich ein Freemover von anderen Partnerprogrammen?

Grundsätzlich unterscheidet sich für Dich ein Freemover Programm schon von den Kooperations-Programmen deiner Universität und einem Erasmus-Programm. So suchst Du entweder selbst eine Universität, die dich im Ausland für ein Semester aufnimmt oder wendest dich an ein darauf spezialisiertes Unternehmen mit einem Partnernetzwerk. Das hat den Vorteil, dass Du aus einer größeren Zahl an Universitäten wählen kannst und in der Regel weniger Konkurrenz hinsichtlich begrenzter Plätze hast. Allerdings kann es sein, dass Du die vollen Studiengebühren vor Ort bezahlen musst. Das können in den USA und Australien schnell einige tausend USD werden, wohingegen in einigen Ländern einige Hundert Euro ausreichen könnten. Wieviel das die Unis kostet, welche Du im Blick hast erfährst Du entweder durch deren International Office oder deinem Ansprechpartner bei der Partnerorganisation.

Wichtig ist auch zu beachten, dass Du als Freemover dich unter Umständen für einige Stipendien disqualifizierst, die deine Uni für Ihre Partnerprogramme bereithält. Außerdem musst Du dich bei deinem Studiensekretariat zur Anrechenbarkeit von Studienleistungen deren Höhe Unterschiede informieren. Die Entscheidungen sind zu individuell und können sich zu oft ändern um diese hier aufzuführen. Daher bitte ich dich die jeweiligen Programme immer individuell für dich und deine persönliche Situation zu vergleichen!

Welche Vorteile bietet ein Freemover Programm?

Ein Freemover Programm, sowie andere Auslandserfahrungen, bieten Dir zahlreiche Vorteile:

Querschnittskompetenzen: Laut einem Artikel der Welt sei es nachgewiesen, dass ein Auslandsaufenthalt viele soziale Kompetenzen wie Toleranz, Entscheidungsfreudigkeit und Selbstvertrauen stärkt. Obwohl ein Großteil der Auslandsstudent*innen diese Fähigkeiten schon besäßen, liegt ihr Wert nach der Rückkehr um etwa 42 % höher als bei den Kommiliton*innen.

Jobchancen am Arbeitsmarkt: Für viele Arbeitgeber sind internationale Erfahrungen und „internationale Kompetenzen“ ein wichtiges Einstellungskriterium. Zufälligerweise liegt die Arbeitslosenquote fünf Jahre nach dem Abschluss von z.B. Erasmus-Studenten um 23% niedriger als bei Kommilitonen, die nicht ins Ausland gegangen sind.

Freiere Wahl des Landes und Uni: Als Freemover hast Du eine freiere Wahl welche Universität Du wählen möchtest und musst Dich nicht gegen hunderte Kommiliton*innen durchsetzen.

Finanzielle Unterstützung: Für viele Studierende gibt es die Möglichkeit sich für die Zeit im Ausland auf das Auslands-BAföG und einige unabhängige Stipendien zu bewerben.

Studienleistungen anrechnen: Es ist immer ein großes Thema: „Kann ich mir meine Prüfungsleistungen anrechnen lassen?“ Das ist oft ein heikles Thema und meines Erachtens nach müssten die deutschen Universitäten hier den Studierenden mehr entgegen kommen. Was wie angerechnet werden könnte erfährst Du meist bei deinem IO oder dem Studiensekretariat.

Warum der internationale Studienaustaustausch so wichtig ist

Meiner Meinung nach sind diese bilateralen Kooperationsabkommen eine sehr wichtige Initiative. In einer Welt, die zunehmend mit den Auswirkungen des Klimawandels, einem aufkeimendem Nationalismus und einer sich spreizenden Schere zwischen Arm und Reich zu kämpfen hat brauchen wir genau diese Programme bei denen Menschen unterschiedlicher Kulturen und Hintergründe zusammen kommen. Für mich sind diese Programme ein wichtiger Teil einer Medizin gegen Rassismus, Vorurteile und dem zunehmenden Egoismus unserer Gesellschaft.

Natürlich mache ich die Welt nicht besser, nur weil ich 6-12 Monate in einem anderen Land studiert habe. Aber welche Menschen werde ich kennenlernen? Welche Geschichten werden diese mir erzählen und welche werde ich selbst erleben? Ich selbst habe beispielsweise extreme Armut in Indonesien, den Philippinen und Marokko erlebt. Derartige Erfahrungen verändern Menschen und in vielen Fällen werden diese Erfahrungen, hoffentlich, zu besseren und nachhaltigeren Entscheidungen führen. Wir als Student*innen sind ein Teil der Zukunft von Morgen.

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