Was ist das Erasmus Programm?

Erasmus kurz erklärt​

Das Erasmus Programm ist ein ursprünglich innereuropäisches Förderprogramm der Europäischen Union. Namensgeber des Programms ist Erasmus von Rotterdam, ein europäischer Humanist der Renaissance. Seit dem Bestehen wurden über 4,4 Millionen Studierende unterstützt, davon 650.000 Studierende aus Deutschland. Seit 2014 wird Erasmus auch Erasmus+ genannt. Grund hierfür ist die Verschmelzung mit anderen Programmen.

Erasmus fördert drei bis zwölf Monate Studium und Du zahlst als Erasmus+ Stipendiat keine Studiengebühren im Ausland. Auch schreibt der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), dass Studienleistungen anerkannt werden und Du eine monatliche Förderung bis zu 450 Euro je Monat bekommen kannst.

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Worin unterscheidet sich Erasmus für mich von einem Kooperationsabkommen?​

Grundsätzlich unterscheidet sich für Dich ein Erasmus-Programm von einem Kooperations-Programm deiner Universität nicht. Laut DAAD hast Du die Möglichkeit deine Bewerbungen für ein Erasmus+ Stipendium direkt an die eigene Hochschule zu richten. Für das Bewerbungsverfahren solltest Du dich an die Erasmus+ Koordinatoren deiner Hochschule wenden, alternativ an das Akademische Auslandsamt. Einfach gesagt hat deine Universität, solange sie daran teilnimmt, ein Kooperationsprogramm mit der EU. Wichtig ist zu beachten, dass es zur Anrechenbarkeit von Studienleistungen sowie der Förderfähigkeit und deren Höhe Unterschiede geben kann. Diese können zu vielfältig sein und können sich zu oft ändern um diese hier aufzuführen, daher bitte ich dich die jeweiligen Programme immer individuell für dich und deine persönliche Situation zu vergleichen!

Welche Vorteile bietet ein Erasmus Programm?​

Ein Erasmus-Programm, sowie andere Auslandserfahrungen, bieten Dir zahlreiche Vorteile:

Querschnittskompetenzen: Laut einem Artikel der Welt sei es nachgewiesen, dass ein Auslandsaufenthalt mit Erasmus einige soziale Kompetenzen wie Toleranz, Entscheidungsfreudigkeit und Selbstvertrauen stärkt. Obwohl viele Auslandsstudent*innen diese Fähigkeiten schon besäßen, liegt ihr Wert nach der Rückkehr um etwa 42 % höher als bei den Kommiliton*innen.

Jobchancen am Arbeitsmarkt: Für viele Arbeitgeber sind internationale Erfahrungen und „internationale Kompetenzen“ ein wichtiges Einstellungskriterium. Zufälligerweise liegt die Arbeitslosenquote fünf Jahre nach dem Abschluss von Erasmus-Studenten um 23% niedriger als bei Kommilitonen, die nicht ins Ausland gegangen sind.

Finanzielle Unterstützung: Für viele Studierende bietet das Erasmus-Programm die Möglichkeit eine finanzielle Förderung für einen Zeitraum von 3 bis 12 Monate mit bis zu 450 Euro pro Monat zu untersützen. Laut DAAD ist diese Zuwendung mit BAföG und Deutschlandstipendium kombinierbar.  

Studiengebühren: Laut DAAD bezahlt man als Erasmus+ Stipendiat keine Studiengebühren im Gastland. Zum Vergleich in den USA oder Australien musst Du, wenn Du in keinem Kooperationsprogramm bist, mit 10.000 USD pro Semester nur an Studiengebühren rechnen!

Studienleistungen anrechnen: Es ist immer ein großes Thema: „Kann ich mir meine Prüfungsleistungen anrechnen lassen?“ Das ist oft ein heikles Thema und meines Erachtens nach müssten die deutschen Universitäten hier den Studierenden mehr entgegen kommen. Laut dem DAAD werden die Studienleistungen beim Erasmus Programm anerkannt (Quelle).

Warum das Erasmus Programm so wichtig ist

Meiner Meinung nach ist das Erasmus Programm der Europäischen Union eine sehr wichtige Initiative. In einer Welt, die zunehmend mit den Auswirkungen des Klimawandels, einem aufkeimendem Nationalismus und einer sich spreizenden Schere zwischen Arm und Reich zu kämpfen hat brauchen wir genau diese Programme bei denen Menschen unterschiedlicher Kulturen und Hintergründe zusammen kommen. Für mich sind diese Programme ein wichtiger Teil einer Medizin gegen Rassismus, Vorurteile und dem zunehmenden Egoismus unserer Gesellschaft.

Natürlich mache ich die Welt nicht besser, nur weil ich 6-12 Monate in einem anderen Land studiert habe. Aber welche Menschen werde ich kennenlernen? Welche Geschichten werden diese mir erzählen und welche werde ich selbst erleben? Ich selbst habe beispielsweise extreme Armut in Indonesien, den Philippinen und Marokko erlebt. Derartige Erfahrungen verändern Menschen und in vielen Fällen werden diese Erfahrungen, hoffentlich, zu besseren und nachhaltigeren Entscheidungen führen. Denn wir als Student*innen sind ein Teil der Zukunft von Morgen.

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